Männerlogik

  • Ein persönlicher Blick auf den 3. Oktober 3. Oktober. Feiertag. Ich kann ausschlafen. Neben mir bewegt sich Silke. Das Geräusch kenne ich. Gleich kommt etwas, was kein normaler Mensch vor acht Uhr macht. Sie fängt an zu quatschen.„Micha?“, flüstert sie.Ich tue so, als hätte ich es nicht gehört. Ein Klassiker. „MICHA?“Ich brumme nur: „Was willst

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  • Liebesgrüße vom Jahrmarkt

    Bonn, Samstagnachmittag.Silke sitzt neben mir im Auto und liest Google Maps vor, als hätte sie gerade eine Nebenrolle als Navigationsfee bekommen. Nur dass diese Fee nicht zaubert, sondern schnauft: „In 300 Metern links. Nein, warte, das waren 30 Meter. Mist. Jetzt sind wir falsch.“ Ich biege also ab, irgendwo zwischen einer Hofeinfahrt und dem Niemandsland

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  • Michas Gedanken

    Von Cola-Kästen zu Liebe und Vertrauen Es gibt Fragen, die man sich irgendwann stellt. Große Fragen. Zum Beispiel: „Was macht eine gute Beziehung aus?“ Im Vorratsraum stehen die Cola-Light-Kästen, leer. Vier Stück übereinandergestapelt, wie ein Mahnmal meiner Bequemlichkeit. Jedes Mal, wenn ich reingehe, stöhne ich. Nicht so ein kleines Seufzen, sondern dieses tiefe Uuuuuhhhhfff, das

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  • Der letzte Code

    Ein Abend voller Knoblauch, Rätsel, Angstschweiß – und Felix Info: Um potenziellen Rätselfreunden nicht den Abend zu ruinieren, wurde die Handlung frei erfunden. Diese Geschichte enthält keine echten Hinweise aus dem Originalraum „Die Stunde des Grauens“ des Escape Room in Köln. Denn wer will schon Spaß an der Angst haben, wenn man das Ende schon

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  • Wenn die Selbstironie kurz Pause macht Samstage beginnen bei uns eigentlich mit Ausschlafen. Also manchmal. Falls Silke nicht wieder eine Idee hat. Heute hat sie keine. Denn heute ist Fotoshooting. Das war nämlich mein Plan, und ich habe das Gefühl, ich muss gut aussehen. Also nicht so „gut“ wie ein „Zalando-Model“, sondern mehr so „vernünftig

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  • Ein Nachmittag der süßer wurde als geplant Es war kein Notfall. Kein Defekt. Kein „Der Reifen ist geplatzt“ oder „Der Akku ist tot“.Unsere alten E-Scooter – zwei solide Segway Max G2D – stehen einfach da. Startklar. Unauffällig. Die machen keine Zicken, die tun’s einfach. Jeden Tag. Ohne Drama. Und trotzdem wollen wir zwei neue kaufen.

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  • Wie ein smarter Spiegel mich aus dem Gleichgewicht brachte Es ist Samstag. Also dieser eine Samstag, an dem man morgens wach wird, aufs Handy guckt, feststellt, dass nichts anliegt – und dann trotzdem eine Stunde braucht, um sich zu entscheiden, ob man zuerst die Jogginghose anzieht, oder im Bett bleibt und langsam ein bisschen vor

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  • Unerwartete Verkleidungen – ein Abend, zwei Rollen, null Würde Neulich Abend beschließen Silke und ich, die Rollen zu tauschen. Also nicht sowas wie „du kochst, ich esse“ – das machen wir eh schon, aber meistens gleichzeitig. Nein, wir wollten richtig tauschen. Komplett. Sie wird ich, ich werde sie. Und da wir Rollenspiele lieben, klang das

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  • Es ist Sonntag. Sonntag ist der Tag der Ruhe.Für normale Menschen.Für mich ist Sonntag der Tag, an dem meine Frau merkt, dass ich mich gerade entspanne – und eingreift, bevor es chronisch wird. „Wir müssen mal aussortieren, du hast zu viele Klamotten“, sagt sie.Ich höre das, und mein Puls schaltet vom Ruhemodus direkt auf ’Stresstest

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  • Samstag. Familienbesuch. Wir sitzen am Tisch. Meine Frau, mein Sohn, seine Freundin und ich. Wir sprechen. Wir trinken. Alles läuft nach Protokoll. Dann erhebt sich mein Sohn. Langsam. Feierlich. Würdevoll. Wie ein König, der seine Untertanen verlässt. Mit der Gelassenheit eines Mannes, der genau weiß, was er tut. Ein Mönch, der sich in den Tempel

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