Männer
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Ich bin ja der Meinung es gibt nur zwei Arten von Menschen, die am Samstagmorgen aufwachen: Die, die sofort wissen, was sie tun. Und mich. Ich liege im Bett wie ein schlecht zusammengeklappter Campingstuhl, halb zugedeckt, halb irgendwo zwischen Kissen, Decke und der Frage, ob mein Körper in der Nacht versucht hat, aus der Schwerkraft
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Warum Liebe nicht perfekt sein muss Samstagabend. Ich sitzliege gemütlich auf der Couch, Decke über die Beine. Katze Lola liegt auf meinem Schoß, wie ein flauschiger Wärmflaschen-Ersatz, und tut so, als hätte sie die Miete bezahlt. Im Hintergrund tickt die Wanduhr. Nicht laut, aber gerade so, dass sie mich daran erinnert, dass die Zeit vergeht,
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Ein persönlicher Blick auf den 3. Oktober 3. Oktober. Feiertag. Ich kann ausschlafen. Neben mir bewegt sich Silke. Das Geräusch kenne ich. Gleich kommt etwas, was kein normaler Mensch vor acht Uhr macht. Sie fängt an zu quatschen.„Micha?“, flüstert sie.Ich tue so, als hätte ich es nicht gehört. Ein Klassiker. „MICHA?“Ich brumme nur: „Was willst
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Bonn, Samstagnachmittag.Silke sitzt neben mir im Auto und liest Google Maps vor, als hätte sie gerade eine Nebenrolle als Navigationsfee bekommen. Nur dass diese Fee nicht zaubert, sondern schnauft: „In 300 Metern links. Nein, warte, das waren 30 Meter. Mist. Jetzt sind wir falsch.“ Ich biege also ab, irgendwo zwischen einer Hofeinfahrt und dem Niemandsland
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Von Cola-Kästen zu Liebe und Vertrauen Es gibt Fragen, die man sich irgendwann stellt. Große Fragen. Zum Beispiel: „Was macht eine gute Beziehung aus?“ Im Vorratsraum stehen die Cola-Light-Kästen, leer. Vier Stück übereinandergestapelt, wie ein Mahnmal meiner Bequemlichkeit. Jedes Mal, wenn ich reingehe, stöhne ich. Nicht so ein kleines Seufzen, sondern dieses tiefe Uuuuuhhhhfff, das
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Ein Abend voller Knoblauch, Rätsel, Angstschweiß – und Felix Info: Um potenziellen Rätselfreunden nicht den Abend zu ruinieren, wurde die Handlung frei erfunden. Diese Geschichte enthält keine echten Hinweise aus dem Originalraum „Die Stunde des Grauens“ des Escape Room in Köln. Denn wer will schon Spaß an der Angst haben, wenn man das Ende schon
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Wenn die Selbstironie kurz Pause macht Samstage beginnen bei uns eigentlich mit Ausschlafen. Also manchmal. Falls Silke nicht wieder eine Idee hat. Heute hat sie keine. Denn heute ist Fotoshooting. Das war nämlich mein Plan, und ich habe das Gefühl, ich muss gut aussehen. Also nicht so „gut“ wie ein „Zalando-Model“, sondern mehr so „vernünftig
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Ein Nachmittag der süßer wurde als geplant Es war kein Notfall. Kein Defekt. Kein „Der Reifen ist geplatzt“ oder „Der Akku ist tot“.Unsere alten E-Scooter – zwei solide Segway Max G2D – stehen einfach da. Startklar. Unauffällig. Die machen keine Zicken, die tun’s einfach. Jeden Tag. Ohne Drama. Und trotzdem wollen wir zwei neue kaufen.
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Wie ein smarter Spiegel mich aus dem Gleichgewicht brachte Es ist Samstag. Also dieser eine Samstag, an dem man morgens wach wird, aufs Handy guckt, feststellt, dass nichts anliegt – und dann trotzdem eine Stunde braucht, um sich zu entscheiden, ob man zuerst die Jogginghose anzieht, oder im Bett bleibt und langsam ein bisschen vor
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Warum man bei der Pediküre mehr verliert als Hornhaut Ich sitze beim Frühstück.Brötchen, Limburger, original Allgäuer – der gute.Silke sitzt gegenüber und atmet nur durch den Mund.„Ganz ehrlich“, sagt sie, „der riecht original wie Schweißfüße.“Ich sage: „Ja. Aber er schmeckt nicht so, wie er riecht.“Sie sagt: „Das ist bei deinen Füßen auch so. Leider.“Ich schaue