Köln

  • Bewusst gehen

    Ein ganz normaler Ausflug Ich wache auf, weil irgendwas nicht stimmt. Nicht so, dass man sofort an Rettungskräfte denkt. Eher so, dass das innere Betriebssystem kurz ruckelt. Ein Geräusch macht, das es eigentlich nicht machen sollte. So ein leises knarz, bei dem man weiß: Das hier ist kein Traum, aber auch noch kein Problem. Es

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  • Ganz unten fängt es an

    Warum Weihnachten leiser begann, als wir es erzählen Der Baum steht im Wohnzimmer. Seit gestern. Ungeschmückt. Er muss sich erst mal legen. Das hat Silke gesagt. Und wenn Silke sagt, ein Baum müsse sich legen, dann legt er sich. Ob er will oder nicht. Das ist so eine Art familiäres Naturgesetz. Er steht da, groß,

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  • Es ist Wochenende, der zweite Advent ist schon Geschichte, und wisst ihr, was wir nicht haben? Einen Weihnachtsbaum. Das ist der Punkt im Jahr, an dem man sich ernsthaft fragt, ob Weihnachten diesmal einfach beschlossen hat: „Ach komm, ohne den Schneider und die Lentzen, das wird entspannter.“ Da sitzen wir also, mitten in der besinnlichen Zeit, nur

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  • Ich bin ja der Meinung es gibt nur zwei Arten von Menschen, die am Samstagmorgen aufwachen: Die, die sofort wissen, was sie tun. Und mich. Ich liege im Bett wie ein schlecht zusammengeklappter Campingstuhl, halb zugedeckt, halb irgendwo zwischen Kissen, Decke und der Frage, ob mein Körper in der Nacht versucht hat, aus der Schwerkraft

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  • Ein kleines Stück Wir

    Warum Liebe nicht perfekt sein muss Samstagabend. Ich sitzliege gemütlich auf der Couch, Decke über die Beine. Katze Lola liegt auf meinem Schoß, wie ein flauschiger Wärmflaschen-Ersatz, und tut so, als hätte sie die Miete bezahlt. Im Hintergrund tickt die Wanduhr. Nicht laut, aber gerade so, dass sie mich daran erinnert, dass die Zeit vergeht,

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  • Ein Beziehungstag zwischen Genuss und Nervenzusammenbruch Es fängt alles damit an, dass Silke morgens ihre „Ich-hab-eine-Idee“-Stimme benutzt. Diese Stimme, die mir durch die Blume sagt, dass ich später wieder irgendwo bin, wo ich überhaupt nicht sein will. Letztes Mal war’s ein Streetfood-Festival mit Verdauungsresten am Schuh. Ich dachte, sie meint einen Film gucken. Oder nebeneinander

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  • Ein Bericht aus dem Fegefeuer der Erlebnisgastronomie Es war Silkes Idee. Streetfood-Festival in Köln.Mit Atmosphäre. Mit Leuten. Mit Essen, das sehr bemüht nach Abenteuer aussieht – aber am Ende doch nur ein Lauch mit Dipschale ist. Für 14,50 Euro. Ich wollte eigentlich nur Pommes. Aber Silke sagt, ich müsse rauskommen. Für sie bedeutet das: Steh

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