Gedanken
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Ich bin ja der Meinung es gibt nur zwei Arten von Menschen, die am Samstagmorgen aufwachen: Die, die sofort wissen, was sie tun. Und mich. Ich liege im Bett wie ein schlecht zusammengeklappter Campingstuhl, halb zugedeckt, halb irgendwo zwischen Kissen, Decke und der Frage, ob mein Körper in der Nacht versucht hat, aus der Schwerkraft
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Warum Liebe nicht perfekt sein muss Samstagabend. Ich sitzliege gemütlich auf der Couch, Decke über die Beine. Katze Lola liegt auf meinem Schoß, wie ein flauschiger Wärmflaschen-Ersatz, und tut so, als hätte sie die Miete bezahlt. Im Hintergrund tickt die Wanduhr. Nicht laut, aber gerade so, dass sie mich daran erinnert, dass die Zeit vergeht,
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Wie viel Wahrheit in einem einfachen Frühstück liegt Ich sitze in einem Hotel irgendwo in Hessen und frühstücke. Also, das ist der Plan. Eigentlich sitze ich da, schaue auf drei Teller, als müsste ich eine Entscheidung fürs Leben treffen. Ich bin geflüchtet. Zuhause: Pyjama-Party. Frauen in Schlafanzügen, Sekt, Musik, Glitzer, irgendwas mit „Selfcare“, und Gesichtsmasken.
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Manchmal fängt alles mit einem einzigen Satz an. Und plötzlich spielst du die Hauptrolle in einer Geschichte, die du nie geplant hast.Silke stand in der Küche. Mit diesem Blick. Ihr kennt ihn bestimmt schon, diesen ganz speziellen Blick.Sie sagte: „Ich habe da eine Idee.“ „Heute Abend machen wir’s uns mal romantisch.“ Sie sagte das ganz
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Warum Eis keine gute Idee ist Es ist Samstagmorgen, eine dieser müden, fast schon beleidigten Oktobersonnen-Attacken. Die Sonne, die mittlerweile nur eine bessere Funzel am Himmel ist, kriecht durch den Spalt der Gardine und macht auf der zerwühlten Bettdecke so ein warmes Lichtband. Fast schon idyllisch. Silke blinzelt und streckt sich. Dann dreht sie sich
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Meistens schreibe ich Geschichten, bei denen man eher schmunzelt als nachdenkt. Aber neulich habe ich mich im Spiegel betrachtet, meine grauen Haare gezählt, und plötzlich war er da: dieser Gedanke, dass die Zeit leise verschwindet, während man selbst noch überlegt, ob man sie überhaupt bemerkt hat. Daraus wurde dieser Text. Zeit verschwindet nicht laut. Sie
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Sonntagmorgen. Noch nicht ganz wach. Noch nicht ganz bereit fürs Leben. Ich sitze da, trinke meinen Kaffee, denke über meine Existenz nach. Die Katze springt auf den Tisch. Setzt sich genau vor mich. Starrt mich an. Ein tiefer Blick. Seelenkontakt. Ich frage mich: Was geht in ihrem Kopf vor? Liebe? Vertrauen? Eine tiefe Verbindung zwischen