Comedy
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Der Samstag-Algorithmus Heute hat der Samstag mal keinen Alarmton. Er wacht einfach auf. Wie jemand, der weiß, dass er heute nichts beweisen muss. Außer vielleicht, dass er in der Lage ist, unfallfrei eine Kaffeetasse zum Mund zu führen. Mein Körper braucht ein paar Sekunden, um zu verstehen, wo er ist. Die Decke liegt schwer auf
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Eine Erinnerung, die für immer bleibt Rodeneck, 1983 Ich saß auf einer schiefen Bank am Hang. Nicht richtig gerade, nicht richtig bequem, aber mit einem atemberaubenden Blick auf die Dolomiten. Unten auf der Wiese tobte der Punk. Jugendfreizeit. Zwei Wochen Gruppenspiele, Lagerfeuer und pädagogische Maßnahme Nummer 17: „Blindes Vertrauen“. Das hieß, man bekam eine Augenbinde
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Bonn, Samstagnachmittag.Silke sitzt neben mir im Auto und liest Google Maps vor, als hätte sie gerade eine Nebenrolle als Navigationsfee bekommen. Nur dass diese Fee nicht zaubert, sondern schnauft: „In 300 Metern links. Nein, warte, das waren 30 Meter. Mist. Jetzt sind wir falsch.“ Ich biege also ab, irgendwo zwischen einer Hofeinfahrt und dem Niemandsland
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Chaos-Queen auf dem Flohmarkt Sonntagmorgen.Die Sonne schickt die ersten Strahlen durchs Schlafzimmer, Vögel zwitschern, die Welt erwacht. Nur ich nicht, weil ich noch nicht bereit dazu bin. Ich will ausschlafen. Einfach liegen bleiben, dösen, nichts tun. Neben mir regt sich Silke. Ich blinzle kurz, drehe mich auf die andere Seite und denke: Hoffentlich schläft sie
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Von Cola-Kästen zu Liebe und Vertrauen Es gibt Fragen, die man sich irgendwann stellt. Große Fragen. Zum Beispiel: „Was macht eine gute Beziehung aus?“ Im Vorratsraum stehen die Cola-Light-Kästen, leer. Vier Stück übereinandergestapelt, wie ein Mahnmal meiner Bequemlichkeit. Jedes Mal, wenn ich reingehe, stöhne ich. Nicht so ein kleines Seufzen, sondern dieses tiefe Uuuuuhhhhfff, das
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Wie ich zur Lachnummer des Jahres wurde Silke und ich sind auf dem Weg nach Euskirchen zum Einkaufen, als im Radio dieser Satz fällt: „Und am Wochenende findet in Müddershausen-West wieder ein großes Hobby-Horsing-Turnier statt.“ Stille im Auto. Ich gucke Silke an. Sie guckt mich an. Beide synchron: „Hobby … was?!“ Ich so: „Hobby-Housing?“Silke: „Was
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Das goldene Ticket Später Nachmittag, mein 57. Geburtstag. Ich sitze auf der Terrasse. Die Sonne im genau richtigen Winkel – also genau so, dass sie mir wahlweise schmeichelnd ins Gesicht scheint oder gnadenlos jeden Altersfleck beleuchtet. Silke sitzt neben mir, meine Kinder Lars und Maren sind da, zusammen mit Vanessa und Julian. Wir quatschen, trinken
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Manche Geschichten wollen nicht unterhalten – sie wollen etwas sagen. Dies ist so eine: über Beichtstühle, Schuldgefühle, die stumme Wut eines Kindes und die stille Überzeugung, dass Gott nichts mit dem zu tun hat, was seine Vertreter manchmal daraus machen. Ich habe lange gezögert, diesen Text zu schreiben. Weil es nicht leicht ist, über Dinge
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Ein Mann, ein Ziel, aber kein stilles Örtchen Silke steht da. In dieser schwarzen Sportleggings, die nichts verheimlicht – nicht ihre Entschlossenheit und auch nicht ihren Plan für meinen Samstag.„Wir fahren wandern“, sagt sie, als wäre das ein Geschenk, auf das ich so lange gewartet habe. „Wer ist wir?“ frage ich, während ich das Croissant
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Ein Abend voller Knoblauch, Rätsel, Angstschweiß – und Felix Info: Um potenziellen Rätselfreunden nicht den Abend zu ruinieren, wurde die Handlung frei erfunden. Diese Geschichte enthält keine echten Hinweise aus dem Originalraum „Die Stunde des Grauens“ des Escape Room in Köln. Denn wer will schon Spaß an der Angst haben, wenn man das Ende schon