Alltagsgeschichten
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Ein Abend voller Knoblauch, Rätsel, Angstschweiß – und Felix Info: Um potenziellen Rätselfreunden nicht den Abend zu ruinieren, wurde die Handlung frei erfunden. Diese Geschichte enthält keine echten Hinweise aus dem Originalraum „Die Stunde des Grauens“ des Escape Room in Köln. Denn wer will schon Spaß an der Angst haben, wenn man das Ende schon
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Wenn die Selbstironie kurz Pause macht Samstage beginnen bei uns eigentlich mit Ausschlafen. Also manchmal. Falls Silke nicht wieder eine Idee hat. Heute hat sie keine. Denn heute ist Fotoshooting. Das war nämlich mein Plan, und ich habe das Gefühl, ich muss gut aussehen. Also nicht so „gut“ wie ein „Zalando-Model“, sondern mehr so „vernünftig
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Ein Nachmittag der süßer wurde als geplant Es war kein Notfall. Kein Defekt. Kein „Der Reifen ist geplatzt“ oder „Der Akku ist tot“.Unsere alten E-Scooter – zwei solide Segway Max G2D – stehen einfach da. Startklar. Unauffällig. Die machen keine Zicken, die tun’s einfach. Jeden Tag. Ohne Drama. Und trotzdem wollen wir zwei neue kaufen.
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Ein Beziehungstag zwischen Genuss und Nervenzusammenbruch Es fängt alles damit an, dass Silke morgens ihre „Ich-hab-eine-Idee“-Stimme benutzt. Diese Stimme, die mir durch die Blume sagt, dass ich später wieder irgendwo bin, wo ich überhaupt nicht sein will. Letztes Mal war’s ein Streetfood-Festival mit Verdauungsresten am Schuh. Ich dachte, sie meint einen Film gucken. Oder nebeneinander
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Ein Bericht aus dem Fegefeuer der Erlebnisgastronomie Es war Silkes Idee. Streetfood-Festival in Köln.Mit Atmosphäre. Mit Leuten. Mit Essen, das sehr bemüht nach Abenteuer aussieht – aber am Ende doch nur ein Lauch mit Dipschale ist. Für 14,50 Euro. Ich wollte eigentlich nur Pommes. Aber Silke sagt, ich müsse rauskommen. Für sie bedeutet das: Steh
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Warum man bei der Pediküre mehr verliert als Hornhaut Ich sitze beim Frühstück.Brötchen, Limburger, original Allgäuer – der gute.Silke sitzt gegenüber und atmet nur durch den Mund.„Ganz ehrlich“, sagt sie, „der riecht original wie Schweißfüße.“Ich sage: „Ja. Aber er schmeckt nicht so, wie er riecht.“Sie sagt: „Das ist bei deinen Füßen auch so. Leider.“Ich schaue
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Mit 10 Paar Schuhen und einem Monokini aus der Hölle „Wir müssen packen“, sagt Silke. Nicht fragend. Nicht fordernd. Einfach so.Wie ein Richter das Urteil verkündet.Ich sage nichts. Ich weiß: Jetzt wird’s ernst. Ich stehe vor dem Koffer, als hätte ich ihn gerade zufällig auf einer archäologischen Grabung entdeckt. Ein schwarzes, halbglänzendes Rechteck, das mich
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Ostern Früher: Eier färben, Hefezopf, irgendwer vergisst die Servietten, irgendjemand heult, weil er sein Nest nicht findet. Heute: Wir fahren zum Chinesen.Wir alle.Silke – meine Frau. Also offiziell Freundin, aber wir tun jetzt mal nicht kleinlich.Maren – meine Tochter.Lars – mein Sohn.Und Vanessa – Lars’ Freundin, die sich in diesem Wahnsinn erstaunlich gut behauptet.Das ist
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Es ist Samstag. Shoppingtag. Im Einkaufszentrum Hürth-Park. Silke, meine Nicht-Ehefrau aber Freundin, shopping-erprobt wie Lara Croft, steuert zielsicher einen Dessous-Laden an. Fragt mich: „Kommst du mit rein?“ Ich: „Och nö, weißte … das erregt mich immer so. Ich krieg da Bilder im Kopf, und nicht alle sind jugendfrei. Und dann behauptest du wieder, ich sei
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Meine Frau sagt immer mit einem Lächeln, sie hätte Schiss mich morgens zu wecken. Am liebsten würde sie mich mit einem Besenstiel anstupsen. Weil ich so hingebungsvoll reagiere. Weil ich dann so mutig werde. So heldenhaft. So furchtlos. So unerschrocken: „Steh auf!“ „Gleich.“ „JETZT.“ „Boah ey.“ „Noch fünf Minuten!“ „Lass mich!“ Unbezwingbar wie ein gallischer