Satire

  • Streng geheim

    Das goldene Ticket Später Nachmittag, mein 57. Geburtstag. Ich sitze auf der Terrasse. Die Sonne im genau richtigen Winkel – also genau so, dass sie mir wahlweise schmeichelnd ins Gesicht scheint oder gnadenlos jeden Altersfleck beleuchtet. Silke sitzt neben mir, meine Kinder Lars und Maren sind da, zusammen mit Vanessa und Julian. Wir quatschen, trinken

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  • Mission Moseltal

    Ein Mann, ein Ziel, aber kein stilles Örtchen Silke steht da. In dieser schwarzen Sportleggings, die nichts verheimlicht – nicht ihre Entschlossenheit und auch nicht ihren Plan für meinen Samstag.„Wir fahren wandern“, sagt sie, als wäre das ein Geschenk, auf das ich so lange gewartet habe. „Wer ist wir?“ frage ich, während ich das Croissant

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  • Der letzte Code

    Ein Abend voller Knoblauch, Rätsel, Angstschweiß – und Felix Info: Um potenziellen Rätselfreunden nicht den Abend zu ruinieren, wurde die Handlung frei erfunden. Diese Geschichte enthält keine echten Hinweise aus dem Originalraum „Die Stunde des Grauens“ des Escape Room in Köln. Denn wer will schon Spaß an der Angst haben, wenn man das Ende schon

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  • Wenn die Selbstironie kurz Pause macht Samstage beginnen bei uns eigentlich mit Ausschlafen. Also manchmal. Falls Silke nicht wieder eine Idee hat. Heute hat sie keine. Denn heute ist Fotoshooting. Das war nämlich mein Plan, und ich habe das Gefühl, ich muss gut aussehen. Also nicht so „gut“ wie ein „Zalando-Model“, sondern mehr so „vernünftig

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  • Ein Nachmittag der süßer wurde als geplant Es war kein Notfall. Kein Defekt. Kein „Der Reifen ist geplatzt“ oder „Der Akku ist tot“.Unsere alten E-Scooter – zwei solide Segway Max G2D – stehen einfach da. Startklar. Unauffällig. Die machen keine Zicken, die tun’s einfach. Jeden Tag. Ohne Drama. Und trotzdem wollen wir zwei neue kaufen.

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  • Ein Beziehungstag zwischen Genuss und Nervenzusammenbruch Es fängt alles damit an, dass Silke morgens ihre „Ich-hab-eine-Idee“-Stimme benutzt. Diese Stimme, die mir durch die Blume sagt, dass ich später wieder irgendwo bin, wo ich überhaupt nicht sein will. Letztes Mal war’s ein Streetfood-Festival mit Verdauungsresten am Schuh. Ich dachte, sie meint einen Film gucken. Oder nebeneinander

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  • Ein Bericht aus dem Fegefeuer der Erlebnisgastronomie Es war Silkes Idee. Streetfood-Festival in Köln.Mit Atmosphäre. Mit Leuten. Mit Essen, das sehr bemüht nach Abenteuer aussieht – aber am Ende doch nur ein Lauch mit Dipschale ist. Für 14,50 Euro. Ich wollte eigentlich nur Pommes. Aber Silke sagt, ich müsse rauskommen. Für sie bedeutet das: Steh

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  • Wie ein smarter Spiegel mich aus dem Gleichgewicht brachte Es ist Samstag. Also dieser eine Samstag, an dem man morgens wach wird, aufs Handy guckt, feststellt, dass nichts anliegt – und dann trotzdem eine Stunde braucht, um sich zu entscheiden, ob man zuerst die Jogginghose anzieht, oder im Bett bleibt und langsam ein bisschen vor

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  • Warum man bei der Pediküre mehr verliert als Hornhaut Ich sitze beim Frühstück.Brötchen, Limburger, original Allgäuer – der gute.Silke sitzt gegenüber und atmet nur durch den Mund.„Ganz ehrlich“, sagt sie, „der riecht original wie Schweißfüße.“Ich sage: „Ja. Aber er schmeckt nicht so, wie er riecht.“Sie sagt: „Das ist bei deinen Füßen auch so. Leider.“Ich schaue

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  • Mit 10 Paar Schuhen und einem Monokini aus der Hölle „Wir müssen packen“, sagt Silke. Nicht fragend. Nicht fordernd. Einfach so.Wie ein Richter das Urteil verkündet.Ich sage nichts. Ich weiß: Jetzt wird’s ernst. Ich stehe vor dem Koffer, als hätte ich ihn gerade zufällig auf einer archäologischen Grabung entdeckt. Ein schwarzes, halbglänzendes Rechteck, das mich

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