
Sonntagmorgen. Noch nicht ganz wach.
Noch nicht ganz bereit fürs Leben.
Ich sitze da, trinke meinen Kaffee,
denke über meine Existenz nach.
Die Katze springt auf den Tisch.
Setzt sich genau vor mich. Starrt mich an.
Ein tiefer Blick. Seelenkontakt.
Ich frage mich: Was geht in ihrem Kopf vor?
Liebe? Vertrauen?
Eine tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier?
Dann, ohne Vorwarnung – niest sie mir mitten ins Gesicht.
Ein kleiner, feuchter Apokalypse-Sturm
direkt auf meine Stirn.
Ich blinzele.
Sie blinzelt zurück.
Kurze Pause.
Dann leckt sie sich den Arsch.
Langsam.
Seelenruhig.
Ohne Scham.
Sie geht.
Lässt mich zurück.
Mit Kaffee, einer existentialistischen Krise – und Katzenrotz im Gesicht.
Ich akzeptiere es. Ich lebe damit.
Ich bin nicht mehr die dominante Spezies in meinem eigenen Haus.
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